Kirchenvorstandswahl

Kirchenvorstandswahl

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über das Thema Kirchenvorstandswahl (KV-Wahl). Unter anderem finden Sie hier den Termin der nächsten KV-Wahl und weitere Information u.a. zu den Voraussetzungen um gewählt zu werden und zur Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt.

Im November 2021 stehen die nächsten Kirchenvorstandswahlen an, falls nicht aus besonderen Gründen ein anderer Termin festgelegt worden ist.

Das Amt eines Kirchenvorstandsmitglieds dauert sechs Jahre. Alle drei Jahre wird die Hälfte der Kirchenvorstandsmitglieder gewählt. Auch bei der Wahl 2021 wird daher die Hälfte der Mandate neu vergeben.

Die wichtigsten rechtlichen Voraussetzungen zur Wählbarkeit von KV-Kandidaten sind:

Wählbar ist jedes Gemeindemitglied, das seinen ersten Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in der Pfarrei hat und das mind. 21 Jahre alt ist.

Grundsätzlich werden engagierte Gemeindemitglieder gesucht, denen es Freude bereitet, Ihr Fachwissen in die Verwaltung Ihrer Kirchengemeinde mit einzubringen.

Erfahrungen zeigen, dass Kirchenvorstände sehr davon profitieren, wenn sie u.a. Mitglieder haben, die über nachfolgende formale Qualifikationen verfügen:

  • Jurist/in
  • Architekt/in
  • Handwerker/in
  • Betriebswirt/in
  • Controller/in
  • Immobilienfachmann/frau
  • Personalverantwortliche

Die beiden möglichen Kooperationsformen „Pfarreiengemeinschaft“ und „Fusion von Pfarreien“ führen im Ergebnis (Erfahrungswerte aus bereits erfolgten Kooperationen im kirchlichen Bereich) zu einer Reihe von Optimierungsmöglichkeiten.

Beispiele:

  • In der Regel häuft sich die Anzahl der Sitzungen auch in den größeren Kooperationseinheiten nicht. In der Regel muss jedes KV-Mitglied mit einer Sitzung pro Monat rechnen (ausgenommen Ferienzeiten)
  • Jedes KV-Mitglied wird in der Regel zusätzlich einem Fachausschuss angehören, der eigene Sitzungsintervalle festlegt bedingt durch die jeweilige Thematik. Dadurch, dass weitestgehend Aufgabenerledigungen an die Ausschüsse delegiert werden können, wird die Belastung des Gesamt-KV geringer (dazu bedarf es eigener Beschlüsse (sog. Gattungsvollmachten) des Kirchenvorstands)
  • Durch die Aufgabenverlagerung in die Ausschüsse kommt es in der Regel nicht mehr zu eilbedürftigen Sondersitzungen.
  • Nicht jedes KV-Mitglied in einer Pfarreiengemeinschaft ist Delegierter im Kirchengemeindeverband (KGV) (nur 2 Mitglieder!); von daher sind die meisten KV-Mitglieder in einem solchen Konstrukt normal belastet.
  • Die „Dach“-Vertretungen (KGV / oder KV nach Fusion) können selbstverständlich weiterhin auch Sachausschüsse bilden und herzu auch Mitchristen ohne KV-Mandat hinzuberufen und einbinden. Dadurch ist auch bei geringerer Besetzungszahl in den Gremien eine ausreichende Zahl an Mitwirkenden möglich.
  • Viele Kirchengemeinden haben die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, die Arbeitspakete kleiner zu schnüren als in der Vergangenheit; Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen hat zur Konsequenz, dass sich auch wieder mehr Menschen zur Mitarbeit bereit erklären.

Es ist in der Tat richtig, dass die Herausforderungen in der KV-Arbeit insgesamt größer geworden sind; das hängt u.a. mit der stärkeren Komplexität der notwendigen Entscheidungen zusammen. Das ist keine neue Entwicklung, sondern beschäftigt die Kirchenvorstände schon länger.

Wir stärken derzeit nochmals unsere Rendanturen und damit Ihr „Back-Office“. Durch die parallele Einführung der Verwaltungsleitungen versprechen wir uns eine gute Zuarbeit zu den „Dach“-Gremien und eine effektive Entlastung des leitenden Pfarrers.

Die Erfahrung in den Seelsorgebereichen, in denen bereits eine Verwaltungsleitung arbeitet, zeigt, dass mit einem abgesprochenen Zusammenspiel zwischen dem leitenden Pfarrer, den für die Sachthemen verantwortlichen Kirchenvorsteher/-innen der Rendantur und der Verwaltungsleitung  hervorragende Arbeitsergebnisse zu erzielen sind.

In vielen Fällen lassen sich neben berufstätigen auch nicht-mehr-berufstätige Ehrenamtliche finden, die dann einen unterschiedlichen Zeitaufwand für die KV-Arbeit investieren können und wollen.

Wenn sich keine Mitchristen für den ehrenamtlichen Bereich der Kirchenvorstandsarbeit finden lassen, dann werden sich die materiellen Ausstattungen der örtlichen Gemeinden auf das Maß reduzieren, das vermögensrechtlich vorübergehend von einem einzigen Vermögensverwalter (= leitender Pfarrer) und nachfolgend von einer Nachbargemeinde zu leisten ist.  Das heißt aber auch in der letzten Konsequenz, dass die bisher selbstgestaltende Kirchengemeinde ihr Mitwirken bei Entscheidungen einstellt und anderen überlässt.

Seelsorge wird sicher auch dann noch möglich sein!  Aber die äußeren Rahmenbedingungen werden sich zum Schlechteren hin verändern.

Konkret heißt das: Wenn sich keine ausreichende Zahl von Kandidat /-innen für den örtlichen Kirchenvorstand finden lassen, hat die bisher rechtlich selbständige Kirchengemeinde kein handelndes Organ mehr. Vorübergehend wird dann der leitende Pfarrer zum Vermögensverwalter ernannt werden, der dann allein über das Kirchenvermögen entscheidet. Nach einer gewissen Zeit wird es dann sicher zu einer Verschmelzung mit einer benachbarten Kirchengemeinde kommen; damit würde die bisherige Kirchengemeinde aufgelöst.

Weitere Informationen finden Sie in der > Wahlordnung (PDF).

Nähere Auskünfte zur konkreten Arbeit vor Ort erteilt gerne die örtliche Kirchengemeinde.