Erzbistum Köln – Dank und Ermutigung – Spannung zwischen Fürsorge und Selbstschutz

9. April 2020 (pek200409)

Erzbistum Köln. In Briefen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki für den herausragenden Einsatz in der gegenwärtigen Situation gedankt und ihnen Ermutigung aus dem Glauben zugesprochen. „In der Spannung zwischen Fürsorge und Dasein für Kranke, Verletzte und Sterbende einerseits und dem Schutz der eigenen Person leisten Sie in dieser Zeit Herausragendes“, so der Erzbischof. „In den Krankenhäusern sind seit Wochen Vorbereitungen getroffen worden, im Bedarfsfall so viel intensivmedizinische Versorgung wie irgend möglich zur Verfügung stellen zu können. Für diese vorausschauenden Maßnahmen gilt Ihnen allen höchste Anerkennung und Dank.“

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Altenpflege schreibt Woelki: „Was Sie seit Jahren Tag für Tag an Güte und Kompetenz an die Ihnen anvertrauten Menschen weitergeben, steht durch die Corona-Pandemie im Zentrum des Interesses.“ Aktuell bestehe die Gefahr, „dass viele Bewohnerinnen und Bewohner fast gleichzeitig jäh durch ein verheerendes Virus aus dem Leben und aus den Beziehungen“ gerissen würden. Einen Mangel an Schutzkleidung und -ausrüstung dürfe es eigentlich nicht geben, sei aber „aktuell eine der erschreckenden Realitäten“.

In dem daraus resultierenden enormen Druck habe „dennoch einer seinen Blick auf jede und jeden von Ihnen gerichtet: Gott selbst blickt mit liebevollen Augen auf Ihren täglichen Einsatz. Er fordert von Ihnen nichts - er will nur, dass keine und keiner von Ihnen unter der Last der täglichen Erfordernisse verzweifelt. Sein liebevoller Blick sieht, was Sie leisten und wo Sie leiden. Er begleitet Sie durch diese Tage“, so Woelki. „Von Herzen darf ich Ihnen allen meinen tiefempfundenen Dank aussprechen und Sie meines Gebetes versichern. Verbunden im Glauben und im Vertrauen darauf, dass Gott uns hält, wünsche ich Ihnen sowie allen Ihren Angehörigen ein gesegnetes Osterfest.“